LR Schleritzko: „Weniger Zettelwirtschaft und mehr Zeit für Patientinnen und Patienten!“
Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen für die medizinische Versorgung in den NÖ Kliniken: Von effizienteren Arbeitsabläufen über innovative Technologien bis hin zu einer verbesserten Patientenversorgung. Mit Projekten wie der Spracherkennung und dem neuen NÖ Krankenhausinformationssystem setzen die NÖ Kliniken gezielt auf digitale Lösungen. Mit dem neuen Krankenhausinformationssystem werden die Arbeitsbedingungen verbessert, die Aufenthalte von Patientinnen und Patienten erleichtert und es soll mehr Zeit am Patientenbett verbracht werden.
Besonders in den letzten Jahren hat sich die Medizin stetig weiterentwickelt und durch die Digitalisierung im Gesundheitsbereich konnten neue Möglichkeiten geschaffen werden: Von robotergestützter Chirurgie über Telemedizin bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. „Die Digitalisierung und damit die medizinische Weiterentwicklung in den blau-gelben Kliniken ist uns ein zentrales Anliegen. Wir wollen mit dem neuen System unsere Kliniken in die Zukunft führen, die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig verbessern, unseren Patientinnen und Patienten ihre Aufenthalte in den Kliniken erleichtern und dafür sorgen, dass weniger die Zettelwirtschaft und Bürokratie, sondern die Zeit am Patientenbett im Mittelpunkt steht“, so der für die Landes- und Universitätskliniken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko.
Ein Beispiel dafür ist die Einführung der Spracherkennung, die bereits von über 2.200 Medizinerinnen und Medizinern genutzt wird. Arztbriefe und Befunde werden damit vollautomatisch erstellt, was die Bürokratie reduziert und mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung schafft. Ein weiterer Meilenstein ist das NÖ Krankenhausinformationssystem, das 2025 im Universitätsklinikum Neunkirchen als erste Klinik eingeführt wird. In einem weiteren Schritt erfolgt dann die Ausrollung auf das ganze Land. Bis zum Abschluss der landesweiten Einführung werden mehrere Jahre vergehen. Das System soll sämtliche Klinikprozesse – von Diagnostik und Therapie bis hin zur Dokumentation und Entlassung – standortübergreifend digital vernetzen. Das Ziel ist es, Doppeluntersuchungen und den mühseligen bürokratischen Aufwand zu minimieren. So sollen davon nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die Patientinnen und Patienten durch nahtlose Prozesse profitieren. „Für uns im Klinikum bedeutet das beispielsweise, dass eine Patientin oder ein Patient aus Neunkirchen Voruntersuchungen bei uns am Standort lokal durchführen lassen kann, während die eigentliche OP in einem anderen Klinikum stattfindet – und umgekehrt. Alle Daten sind standortunabhängig abrufbar. Das birgt für die Zukunft eine enorme Vereinfachung für alle. Wir freuen uns, dass wir als erstes Klinikum in Niederösterreich das System als Pilotklinikum einführen“, erklärt der Ärztliche Direktor Univ.-Doz. Prim. Dr. Martin Uffmann aus dem Universitätsklinikum Neunkirchen.
Für die Ärztinnen und Ärzte bedeutet dies schlussendlich mehr Zeit für Patientinnen und Patienten, administrative Prozesse werden vereinfacht, Informationen schneller zu finden sein, Mehrfach-Dateneingaben reduziert und eine einheitliche Servicequalität soll sichergestellt werden. „Die Einführung solcher Systeme erfolgt immer und ausschließlich unter Einbindung des Personals, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen. Schulungen und Einarbeitungsphasen sind essenziell, damit die Umstellung gelingt und wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Umgang mit dem neuen System in allen Details vermitteln können. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir zukunftsfähige Kliniken in unserem Land, verbessern die Arbeitsbedingungen und gewinnen wertvolle Zeit für die Patientenversorgung“, betont Konrad Kogler, Vorstand der NÖ LGA.
Weitere Digitalisierungsprojekte sind bereits in Planung und Umsetzung. Die NÖ LGA greift dabei die laufenden digitalen Entwicklungen auf, um diese dann gemeinsam mit dem Personal Schritt für Schritt zum Vorteil aller einzuführen. Damit soll auch zukünftig für die bestmögliche Gesundheitsversorgung in Niederösterreich gesorgt und zeitgleich die besten Rahmenbedingungen für das medizinische Personal gewährleistet werden